Rip Qualität

Hier möchte ich ein paar Empfehlungen geben, wie man welchen Codec verwenden sollte, und welche die optimalen Einstellungen sind. Wie auch schon in dem Beitrag "Welche Bitrate?" beschrieben, sollen diese Richtwerte nur eine Hilfe sein. Jeder sollte für sich selbst die richtige Kompression bestimmen. Ich konvertiere z.B. bei MP3 in 224 und bei OGG in 60 kBits. Wobei ich das OGG Vorbis Format klar bevorzuge. Leider gibt es noch zu wenig externe Geräte wie CD-, DVD-, Auto-Player, die das freie OGG Vorbis Format unterstützen. Aber es werden immer mehr.

MP3:

  • 224 bis 320 kBits: CD-Qualität. Für Musik mit großem Klangspektrum und hoher Dynamik.
  • 192 kBits: Annähernd CD-Qualität, je nach Musikrichtung. Bietet eine erträgliche Ausgewogenheit von Komprimierung und notwendiger Dynamik.
  • 128 kBits: Definitiv keine CD-Qualität, auch wenn das immer wieder behauptet wird. Für elektronische Musik wie z.B. Techno und Synthesizer noch ausreichend. Auch für Musik mit leichter Dynamik (POP) noch zu gebrauchen. Besonders bei Gitarren- oder Violinenmusik erkennt man aber schnell unangenehme akustische Fehler. Diese Datenrate ist daher nur bei der Verwendung von tragbaren MP3-Spielern mit geringen Speicherkapazitäten sinnvoll.
  • Unter 128 kBits: Kompression mit geringen Qualitätsansprüchen

OGG Vorbis

  • Ogg Vorbis widersetzt sich der bisherigen Dominanz der Bitraten. So fragt der mit VBR  arbeitende Encoder im Ripper nicht nach der Ziel-Bitrate, sondern nach der geforderten Qualität. Diese liegt zwischen 10 und 100. Mit einer Qualitätsstufe von 30 erreichen Aufnahmen eine bessere Klangqualität als mit MP3 bei 128 kBits, obwohl die Dateien etwa zehn Prozent kleiner sind. Die MP3-Qualität mit 128 kBits entspricht Ogg-Vorbis-Stufe 20, deren Dateien dann rund 25 Prozent kleiner sind als eine vergleichbare MP3-Datei. Weitere Richtwerte:
  •  
  • Der Qualitätsstufe 10: entsprechen etwa 64 kBits bei MP3.
  • Stufe 30: etwa 110 kBits.
  • Stufe 50: ungefähr 160 kBits.
  • Stufe 100: circa 400 kBits.
  •  
  • Bei einer Samplingrate von 44,1 kHz unterstützt Ogg-Vorbis derzeit eine Bandbreite zwischen 64 und 500 kBits bei Stereo-Streams.

WAVE (RIFF):

  • Das Wave-Format wurde von Microsoft und IBM Anfang der achtziger Jahre entwickelt und wurde das Standard Format in der Windows PC-Welt. Anders als MP3 und andere Dateiformate mit Datenkompression werden die Audiodaten im Wave-Format meist als unkomprimierte Rohdaten gespeichert. Wave-Files haben einen realistischen Sound, brauchen aber viel Speicherplatz. Der Speicherbedarf von Wave Dateien ist sehr groß, ca. 10MB/min bei Standardparametern (16 bit, 44,1 kHz, Stereo). Da kein Qualitätsverlust beim Erstellen einer Wave Datei gegenüber dem Original auftritt, ist es immer noch das Arbeitsformat für die Audio- und Studio- Bearbeitung.