Router & Firewall Einstellungen bei Audio Streaming

In den letzten jahren gewannen DSL Router und sog. Personal Firewalls auch bekannt als Desktop Firewall, immer mehr an Bedeutung. Obwohl die Aufgabe eines Routers darin besteht, Routing-Funktionen zwischen unterschiedlichen Netzwerken zu ermöglichen, können DSL Router, Zugriffe aus dem Internet auf das lokale Netz blockieren. Dies geschieht meist durch einfache Portfilter.

Auch gibt es DSL Router die mit Stateful Packet Inspection (SPI) oder sogar mit Application-Proxy-Filtern arbeiten. Personal Firewalls, die lokal auf dem zu schützenden Rechner installiert sind, beschränken sich hingegen meist darauf den ein- und ausgehenden Datenverkehr zu kontrollieren, und nicht in den lokalen Rechner hinein- oder hinauszulassen.

Egal ob Sie einen DSL Router oder eine Personal Firewall benutzen, beide werden verhindern dass sich der Hörer mit dem gesendeten Audio Stream verbinden kann. Deshalb ist eine Konfiguration Ihres DSL Routers oder der Firewall unerlässlich!

Hinweis:
Auf dieser Seite wird lediglich erklärt, welche Möglichkeiten ein Router zur Verfügung stellt um eine Verbindung von ausserhalb zu ermöglichen, aber nicht wie Sie Ihren Router oder Ihre Firewall im einzelnen zu konfigurieren haben. Dieses entnehmen Sie am besten dem Handbuch des Routers oder Ihrer Firewall.

DSL Router:

Damit eine Verbindung von ausserhalb zu No23Live und dem Audio Stream erfolgen kann, muss in der Router Konfiguration deshalb ein Port Forwarding (Portweiterleitung) eingerichtet werden. Das kann je nach Router anders heißen, übliche Bezeichnungen sind Virtual Server, Port Forwarding oder auch Inverse Masquerading.

Was sind Ports und was bedeutet Port Forwarding?

Damit alle Computer, die an ein Netz angebunden sind (dazu gehört auch das Internet), miteinander kommunizieren können, wurde TCP/IP entworfen. TCP/IP ist eine Vereinbarung (Protokoll) darüber, auf welche Art und Weise Daten zwischen Computern ausgetauscht werden sollen. Alle am Datenaustausch beteiligten Computer (auch Ihr DSL-Router) kennen diese Vereinbarungen und befolgen sie.

Wie allgemein bekannt, hat jeder Coumputer in einem Netzwerk eine sog. IP-Adresse. Eine IP-Adresse ist immer im Format von vier Nummernblöcken (123.123.123.123), jeweils durch einen Punkt getrennt, aufgebaut. Wenn Sie sich ins Internet einwählen, sei es über DSL oder eine Telefonleitung, erhält Ihr Rechner von Ihrem Internetprovider automatisch eine eindeutige IP-Adresse für diese Online-Sitzung zugewiesen. Diese ist und bleibt bis zur Abwahl der Internetverbindung gültig.

Mit dieser IP-Adresse könnte man nun Daten zu einem anderen Computer schicken. Doch es fehlt aber noch etwas sehr, sehr wichtiges. Woher soll der empfangende Computer wissen, für welchen Dienst (Programm) die ankommenden Daten bestimmt sind? Aus diesem Grund gibt es Portnummern, sog. Ports. Bei jeder Übertragung von Daten im Netzwerk muss das Datenpaket also die Empfänger-IP und die Portnummer des Dienstes kennen, welches die Daten empfangen soll. Der Port wird hierzu einfach an die IP-Adresse, getrennt durch einen Doppelpunkt (123.123.123.123:222), angehängt.

Port Forwarding

Stellen Sie sich Ports wie die Durchwahlen bei einer Telefonanlage vor. Unter der Telefonnummer 123123 erreichen Sie z.B. Ihre Firma. Wollen Sie jedoch direkt mit einer bestimmten Person in der Firma sprechen, wählen Sie die Durchwahl 123123-222 dazu. Wenn es diese Durchwahl nicht gibt, bekommen Sie auch keine Verbindung. Das gleiche passiert auch beim Versuch, Ihren Router auf einem Port zu kontaktieren, an dem z.B. keine Portweiterleitung eingerichtet ist. Ihr Router verwirft die Anfrage und der Anfragende bekommt (falls überhaupt) ein: "Der Server ist nicht verfügbar" oder eine ähnliche Fehlermeldung angezeigt.

Aus diesem Grund gibt es Port Forwarding. Wird eine Portweiterleitung auf dem Router der mit Ihrem lokalen Netz (Computer) und dem Internet verbunden ist eingerichtet, wartet der Router dabei auf dem angegebenen Port auf Datenpakete. Wenn Pakete an diesen Port eintreffen, werden sie an den von Ihnen bestimmten Computer im internen Netzwerk weitergeleitet. Das funktioniert so ähnlich wie bei der Telefonanlage, in der Sie z.B. einstellen, dass bei einem Anruf auf der Durchwahl 222, das Telefon im Wohnzimmer klingeln soll. Nur ist es hier nicht das Telefon, sondern No23Live, der den Audio Stream bei erfolgter Verbindung an den Hörer übermittelt.

Einge Router haben eine Firewall-Funktion integriert. Könnte sein, das die Firewall die Anfrage trotz Port Forwarding blockt, eventuell müssen Sie zusätzlich zum Port Forwarding noch eine Firewall-Regel definieren. Wie dass eingerichtet werden kann, entnehmen Sie am besten dem Handbuch Ihres Routers.

Hinweis:
Besitzen Sie eine Fritz!Box der Fa. AVM, dann finden Sie in der No23Live Hilfe eine bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung in der gezeigt wird, wie Sie ein Port Forwarding auf einer Fritz!Box einrichten. Auch erfahren Sie, welche Portnummern Sie mit No23Live benutzen und welche Sie besser nicht verwenden sollen, weil diese bereits für andere Anwendungen oder Dienste registriert sind.

Personal-, Desktop-, XP- Firewall:

Jeder, der eine Personal Firewall auf dem System instaliert hat, sind die Hinweisfenster:"Eine Anwendung von xxx versucht sich über Port xxx mit Ihrem Rechner zu verbinden. Möchten Sie dies zulassen, Ja - Nein?" wohl bekannt und wird wissen was zu tun ist, um eine Verbindung zuzulassen.

Für all die jenigen die damit nichts anfangen können aber systembedingt über eine Firewall verfügen (XP Firewall), finden in der No23Live Hilfe eine Schritt-für-Schritt Anleitung wie die XP eigene Firewall einzustellen ist, damit die Verbindung zu Ihrem Audio Stream möglich wird. Auch ein Blick in das Handbuch der Firewall bzw. Windows Hilfe (bei XP Firewall) kann nicht schaden.